Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 171 · März 2007

Lokal Redaktion
Café und Bistro
Dingworthstraße 38
31137 Hildesheim
Tel. 0 51 21 / 70 21 01

Wir unterstützen
diesen Webauftritt:
Bäckerei Krone

Anzeigen in der
Druckversion des
Moritz vom Berge:
Anzeigenpreise

Phoenix-­Gelände

Prämierter Entwurf überarbeitet

(sbr) Die Überarbeitung des prämierten städtebaulichen Entwurfs für das Phoenix-­Gelände wurde am Tag der offenen Tür Ende Januar 2007 an Ort und Stelle auf dem Industriegelände vorgestellt. Das Planerbüro Trojan und Trojan hatte im November 2005 den ersten Preis im städtebaulichen Wettbewerb gewonnen, musste dann aber seinen Entwurf „an eine marktgerechte Konzeption”, das heißt an éÄnderungswünsche des Investors, anpassen. Die Überarbeitung zog sich einige Monate hin; ihr vorrangiges Ziel war die Einfügung eines Verbrauchermarktes mit einer Bruttogeschossfläche von cirka 3.000 Quadratmetern in Verbindung mit oberirdischen Parkplätzen nördlich der geplanten Phoenixstraße. Die Hildesheimer Hanseatic Group als neue Eigentümerin des Geländes tendierte zu einer Marktfläche von etwa 4.000 Quadratmetern.

Modellfoto: Trojan + Trojan, Stadt Hildesheim
Das Planerbüro Trojan und Trojan und die Stadt Hildesheim haben sich auf einen überarbeiteten Entwurf zur Zukunft des Phoenix-­Geländes geeinigt: Das Modell zeigt mit Blick von der Beyerschen Burg her die neue Phoenixstraße, die zwischen den denkmalgeschützten Verwaltungsgebäuden und dem Kesselhaus zur Elzer Straße führt. Im Zentrum der Abbildung der geplante Neubau eines Verbrauchermarktes am Kupferstrang, diesseits des Wasserlaufs die denkmalgeschützte Paschenhalle, die für die Wohnnutzung ausgebaut werden soll.

Sorgen machten sich Mitglieder der BI „Wir vom Berge”, die an der Auswahl des Siegerentwurfs beteiligt gewesen waren, während des Zeitraums der Überarbeitung. „Aber”, so versicherte Ratsherr Wilfried Kretschmer, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, „der überarbeitete Entwurf wird nicht wesentlich von dem prämierten abweichen. Der Kupferstrang als Grünzug, die neue Phoenixstraße, kein großflächiges Gewerbe, um den Stadtteil zu schonen - das sind städtebauliche Zielsetzungen, bei denen wir bleiben. Innerhalb dieses Rahmens muss der Investor gewisse Veränderungsmöglichkeiten haben. Bei der Aufstellung des Bebauungsplans haben wir sowohl die Interessen der Bevölkerung wie auch das Interesse des Eigentümers zu berücksichtigen. Den städtebaulichen Wettbewerb haben wir ausgeschrieben, um bei der Planung Rückhalt gegenüber möglichem Druck des Investors auf Profitmaximierung zu haben. Von dem Ergebnis dieses Wettbewerbs werden wir nicht wesentlich abweichen.

Der überarbeitete Entwurf von Trojan und Trojan sieht einen größeren Verkaufsmarkt-­Neubau vor als der ursprüngliche Entwurf - zum Kupferstrang „in anspruchsvoller Architektur” schwungvoll abgerundet. Dem Neubau fällt eine Klinker-­Shedhalle am Bach zum Opfer. Das Parkplatzangebot vor dem Markt ist deutlich vergrößert: leicht zu findende zentrale Parkierungsflächen statt unauffällig verteilte Parkplätze. Im Anschluss an das Kesselhaus - es soll mit dem ortsbildtypischen Schornstein erhalten bleiben - wurde nach Norden ein weiterer Neubau als Riegel eingefügt, um die Wohnbebauung von dem zentralen Parkplatz abzuschotten. Dieses Loftgebäude wird mit Mischnutzungen vom Gewerbe bis zum Wohnen belegt.

Weitere Untersuchungen des Phoenix-­Geländes sind in Auftrag gegeben. So steht ein Gutachten zum Schallschutz und das Altlasten-­Sanierungskonzept an. Auf der Grundlage dieser Daten, Konzepte und des überarbeiteten Entwurfs von Trojan und Trojan wird frühestens Mitte des Jahres 2007 der Bebauungsplan für das Phoenixgelände erstellt. Das Bebauungsplanverfahren wird dann in den vorgeschriebenen Schritten - mit Bürgerbeteiligung - durchgeführt und der Bebauungsplan schließlich dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.

© 2007 | Impressum | Kontakt