Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 182 · März 2008
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Phoenix-Umbau nimmt Formen an

(sbr) Am 20. Februar wurden im Stadtentwicklungsausschuss die abgestimmten Planungen des Investors Hanseatic für das Phoenix-Gelände vorgestellt – abgestimmt mit der Stadtverwaltung, denn eine Fülle von Auswirkungen auf die angrenzenden Stadtgebiete mussten bedacht werden. Die konkreten Planungen sollen den preisgekrönten städtebaulichen Entwurf des Büros Trojan und Trojan vom Herbst 2005 umsetzen bzw. seine Rahmenbedingungen erfüllen. Damit hatte es in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten gegeben. Die Hanseatic-Gruppe schaltete deshalb das Sarstedter Architekturbüro Kiefer und Kiefer ein. Harald Kiefer stellte dann auch die überarbeiteten Planungen im Stadtentwicklungsausschuss vor.

Foto: Foto: Städtebau Prof. Ackers, Aufnahme vom Oktober 2005
Der neue Bebauungsplan setzt Regeln für den Umbau des Phoenix-Geländes und die Verkehrsführung entlang der Pappelallee bis zur Schützenwiese. Auch für weitere angrenzende Gebiete werden zur Zeit Planungen aufgenommen, da Fördermittel für den „Stadtumbau West“ zur Verfügung stehen.
Foto: Städtebau Prof. Ackers, Aufnahme vom Oktober 2005

„Wohnen am Kupferstrang“ – dieses Teilprojekt des Phoenix-Umbaus betrifft den nördlichen Bereich des Geländes. Dort sollen 100 bis 110 Mietwohnungen entstehen: mehrere mehrgeschossige Riegel, dazwischen zur Gliederung drei „Punkthäuser“, das mittlere mit Durchgang zur Pippelsburg. In den Erdgeschossen sind Wohnungen geplant, die behindertenfreundlich sind – „aber nicht nach DIN-Norm“, erläuterte Harald Kiefer, „sondern sowohl für nicht beeinträchtigte wie auch für behinderte Bewohner geeignet“. Eine 3,50 Meter hohe Lärmschutzwand wird das neue Wohngebiet zur B 1 und der Bahnlinie abschirmen. Das „Phoenix-Quartier“ sieht zwei große Einkaufsmärkte vor – einen Voll- und einen Teilsortimenter – mit zusammen 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Auf Rückfrage bestätigte Dezernent Thomas Kulenkampff den Ausschussmitgliedern: „Es bleibt bei den Größenordnungen, die wir kennen. Die Begrenzung auf 3.000 Quadratmeter gilt unverändert. Über diese Vorgabe haben Sie abgestimmt und sie wird eingehalten.“ Die „Leitwarte Kraftwerk“, so Harald Kiefer, bleibt prägend für das Areal. Der Schornstein wird erhalten, das Kesselhaus abgerissen und durch ein neues Gebäude in den alten Proportionen ersetzt. Die Ausschussmitglieder zeigten sich mit der Präsentation zufrieden – manches Detail, z.B. ein Spielplatz, ist angesichts des Planungsmaßstabs noch nicht ausgearbeitet, der eingeschlagene Weg wurde ausdrücklich gelobt. Maren Burgdorf vom Beirat des Ausschusses schlug vor, den recht naturfern angelegten Kupferstrang stärker in die Planungen einzubeziehen, seinen Verlauf zum Beispiel etwas zu verschwenken. Außerdem wurde gewünscht, den Durchgang unter der B 1 passierbar zu machen und so den Fuß- und Fahrradweg am Kupferstrang direkt mit dem Naherholungsgebiet in der Innersteaue bei Himmelsthür zu verbinden. Die abgestimmten Planungen werden Anfang März auf einer Bürgerversammlung den Moritzbergern vorgestellt. Dann geht das Bebauungsplanverfahren den Sommer über seinen Gang. „Demnächst“, kündigte Andreas Gunkel von Hanseatic Group an, „werden die Abrissarbeiten auf dem Gelände wieder aufgenommen. Wir hoffen, Ende des Jahres mit den ersten Neubauten anfangen zu können.“

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