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Eiskeller erhält sicheren zweiten Eingang
(sbr) Die Stadt Hildesheim hat einen wichtigen Schritt zur Erhaltung des Moritzberger Eiskellers unternommen. In den letzten Wochen wurde der verschüttete Eingang aus der Luftschutzbunker-Zeit freigelegt und wieder nutzbar gemacht. Dadurch wird die Belüftung des Kellers verbessert und eine sichere und einfache Materialanlieferung für weitere Baumaßnahmen ermöglicht. Nach weiteren Arbeiten wird es möglich sein, die ehemaligen Brauereigewölbe wieder sicher zu betreten.
Der Eingangsbereich des Bierlagerkellers von 1872 war – vermutlich vor dem Zweiten Weltkrieg – so umgebaut worden, das der Keller über eine enge, steile Treppe betreten werden musste. Die damals eingezogene Decke ist heute einsturzgefährdet, eine öffentliche Begehung des Kellers gestattet die Stadt Hildesheim deshalb zur Zeit nicht. Der nun freigelegte zweite Zugang zum Eiskeller wurde im Zweiten Weltkrieg gebaut, um den Keller als Luftschutzraum nutzbar zu machen. Er führt von der Elzer Straße stufenlos abwärts in einen Verbindungsgang aus Beton. Ein ehemaliger dritter Zugangstunnel ist heute vermauert. Er führte unter der Elzer Straße hindurch zur ehemaligen Brauerei und späteren Hosenträgerfabrik auf der anderen straßenseite.

Die Stadt Hildesheim als Eigentümerin des denkmalgeschützten Kellers hat den verschütteten Bunker-Eingang und die seitliche Stützwand freigraben lassen. Nach dem Räumen von Schutt und Erde im Gang wurde aus einem Mineralgemisch ein ebener Bodenbelag für die in den Keller führende Rampe aufgebracht. Der Eingang erhielt eine Tür, die eine gute Belüftung des Betongangs ermöglicht. Der Vorbereich des Eingangs wird eine Einfassung bekommen, zur Elzer Straße hin wird ein Tor montiert. „Für den langfristigen Erhalt des Bauwerks“, so Heiko Wollersheim vom Gebäudemanagement der Stadt, „ist somit eine weitere Grundlage geschaffen worden.“
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