Sterne gucken
Unter dem Motto „Das Weltall: Du lebst darin - entdecke es!“ haben die Vereinten Nationen das Jahr 2009 zum Jahr der Astronomie erklärt.
Seit Menschengedenken beschäftigt sich die Krone der Schöpfung mit dem gestirnten Himmel über sich. Jetzt - in diesem Monat wird die Sommerzeit (ein Ärgernis für jeden Sternfreund!) abgestellt - wird es abends früher dunkel, und man muss sich nicht die tiefe Nacht für Sternbeobachtungen aussuchen.
Der geneigte Leser kann auch ohne optische Hilfsmittel einfach nach Einbruch der Dunkelheit (an einem wolkenfreien Tag) einen Spaziergang auf dem Panoramaweg unternehmen oder vielleicht vom Balkon aus versuchen, Sternbilder „zusammenzusetzen“.

Ich selbst habe im Alter von 14 Jahren auf dem Dachboden des Hauses meiner Mutter mit einer Taschenlampe und einem „Delphin“-Taschenbuch über die Wunder des Himmels manchen Abend damit verbracht, Sternbilder kennenzulernen. Einen Feldstecher hatte ich schon, später kam ein preisgünstiges kleines Fernrohr dazu. Damit kann man noch tiefer in die Schönheiten des Sternenhimmels eindringen, z. B. auf dem Mond Krater (von denen übrigens jeder einen Namen hat!) beobachten, was wegen der verschiedenen Phasen unseres Begleiters sehr abwechslungsreich ist. Es lohnt auch, die Bewegungen der helleren Jupitermonde zu verfolgen oder hellere größere Sternansammlungen (Sternhaufen) anzupeilen.
Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die moderne Astronomie sich nicht mehr scheut, Fragen zu stellen wie: „Was war vor dem Urknall?“ oder „Was ist ein Nichts?“. Vor nicht allzu langer Zeit war das noch Gotteslästerung. Ich erinnere mich an meinen Physiklehrer gegen Ende der neunzehnhundertsiebziger Jahre, der auf meine Frage, woher das All kommt, antwortete: „Solche Fragen dürfen nicht gestellt werden“.
Außerdem macht es für mich einen Sinn und ist schön, dem Großen Konstrukteur (Gott oder Göttin?) zu danken, dass er/sie uns die Möglichkeit gegeben hat, seine/ihre Schöpfung zu enträtseln.
Wer sich mit der Himmelsbeobachtung beschäftigen möchte, dem sei noch ein Buch empfohlen: Das „Kosmos-Himmelsjahr“ enthält alle wichtigen Daten für Sternfreunde, wie kleine Sternkarten für jeden Monat, Auf- und Untergangszeiten von Sonne, Mond und den Planeten, bedeutende Ereignisse wie Finsternisse und allgemeine Artikel über die Himmelskunde. Es liegt ab September in den Buchhandlungen zum Preis von cirka 15 Euro aus. Es erscheint 2010 im einhundertsten Jahrgang.
Per aspera ad astra - Auf rauhen Pfaden zu den Sternen!
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