Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 225 · März 2012
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Moritzberger Neujahrsempfang 2012

Ehrenamtliche Initiativen gewürdigt

(sbr) Dicht gedrängt die Gäste im Gemeindesaal in fröhlicher Erwartung, lichtdurchflutete Räume trotz eisiger Kälte draußen, Redebeiträge, die ein Jahr 2012 voller Schwung und Aktivitäten erwarten lassen – das war die Atmosphäre des elften Moritzberger Neujahrsempfangs.

Die Christuskirchengemeinde richtete den Empfang am 5. Februar aus; jedes Jahr wird er an eine andere Initiative weitergereicht. Durch das breit gestreute Engagement der Moritzberger gelingt dies seit einem Jahrzehnt. Das würdigte der neue Ortsrat von Moritzberg, indem er sich einreihte statt zu übernehmen. Eine kluge Entscheidung: Die hohe Eigeninitiative der Moritzberger wird dadurch gefördert statt gebremst.

Ortsbürgermeister Erhard Paasch unterhielt die Gäste auf launige Art: Er sortierte die vielen offenen Aufgaben und Probleme in einer Art „Regierungserklärung“. Oberbürgermeister Kurt Machens gab konkrete Zusicherungen: für den Erhalt der Paschen-Halle und des Wetzell-Verwaltungsgebäudes auf dem Phoenixgelände, für die Sanierung des Sportplatzes an der Pappelallee und auch für die folgende Bebauungsplanung. Machens ermunterte die Moritzberger, nach dem Motto „Wir sind der Staat“ ehrenamtlich die Entwicklung des Stadtteils voranzubringen. Superintendent Helmut Assmann lobte den ehrenamtlichen Einsatz in den drei christlichen Gemeinden am Berge und die gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden.

Christiane Minte-Jens (rechts) wird mit dem „Moritz“ 2012 geehrt, die Rede dazu hielt Irmgard Wedemeyer
Foto: Sabine Brand

Der „Moritz“, eine Auszeichnung für besonderes Engagement auf dem Berge, wurde in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Christiane Minte-Jens, langjährige Lehrerin an der Gelben Schule und nun durch Krankheit in den Rollstuhl gezwungen, erhielt den Preis. Wie in den Jahren zuvor hatte Ele Borchers von der Moritzberger Sommerwerkstatt ihn gestaltet: ein Bäumchen als Skulptur, mit auffallend bewegter Verzweigung. Das Bäumchen, erläuterte Borchers, symbolisiere die Arbeit von Minte-Jens: Sie hat im Religionsunterricht Werte vermittelt, die wachsen wie junge Bäumchen, die sich verselbständigen und sich verzweigen, wenn sie wieder weitergegeben werden.

Irmgard Wedemeyer, Kollegin und Wanderfreundin von Frau Minte-Jens, benannte in ihrer Laudatio das besondere Engagement der Geehrten: ihren „vollen Einsatz, mit ganzer Hingabe und viel Humor“ in der Gelben Schule und in der Christuskirchengemeinde. Sie habe eine besondere Fähigkeit gezeigt, die kirchlichen und die weltlichen Anliegen zusammenzuführen. „Bewegende Schulgottesdienste“ der Gelben Schule zum Beispiel gehen auf ihre Initiative vor mehr als 18 Jahren zurück. Gemäß dem Grundsatz „Lernen mit Herz, Mund und Händen“ baute sie mit den Kindern Gemüse im Schulgarten an und spielte mit viel Witz und Improvisation Theater. Sehr erfolgreich arbeitete sie in der religionspädagogischen Ausbildung von angehenden Lehrern und Vikaren und in der Fortbildung der Hildesheimer Kolleginnen. Gerührt dankte Christiane Minte-Jens für die Ehrung.

Der „offizielle“ Kern des Moritzberger Neujahrsempfangs war auf herzliche und umsichtige Art eingebettet in einen Rahmen, den der Vorsitzende des Kirchenvorstands Reinald Bever mit seinem einsatzfreudigen Team geschaffen hatte: Zeit für vielerlei informelle Gespräche und Planungen für 2012, delikate Häppchen vom Chef-Koch des Kinder- und Jugendrestaurants K-Bert und eine musikalische Verlockung zum Fliegen – die „Flying Flutes“ mit Gesine Lochmann, Josy Salland und Bert Lomitzky begleiteten die Veranstaltung mit Rock, Pop und Folk auf der Querflöte.

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