Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 195 · Mai 2009
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Der Igel: Wildtier des Jahres 2009

Eine sehr gute Idee hatte die Fachberaterin des Bezirksverbandes der Hildesheimer Gartenfreunde Marianne Rübesamen. Zu dem monatlichen Treffen der Fachberater lud sie im März die „Igelfachfrau“ Gabriele Mayen aus dem Landkreis Hildesheim ein. Cirka 20 Teilnehmer trafen sich im Verbandshaus in der Triftstraße.
Wer kennt es nicht, das kleine putzige Stacheltier, das sich sofort zusammenrollt, wenn man ihm zu nahe kommt. Vor Jahren machte ihn eine große Fernsehzeitung bekannt, und noch heute denkt jeder bei dem Namen „Mecki“ sofort an das Stacheltier. Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, mit Sitz in Bonn, hat den Igel zum Wildtier des Jahres 2009 gewählt. Wildtier des Jahres zu sein bedeutet für eine Tierart, dass es sich um beliebte, aber häufig zugleich um gefährdete oder seltene heimische Tiere handelt. Das trifft auch für den Igel zu. In der Gartenordnung der Stadt Hildesheim vom 4.11.2008 ist der Igel unter Ziffer 3.4 besonders aufgeführt: „Es wird erwartet, dass zum Schutz der Vögel und Igel und anderer Nützlinge geeignete Nistgelegenheiten sowie Futter- und Wasserplätze geschaffen werden.“
Dass Igel äußerst gefährlich leben, ist nicht nur auf den straßenverkehr zurückzuführen. Gartengeräte wie Rasenmäher, Mistgabeln, Sensen, auch Insekten- und Unkrautvernichter, Zäune, Netze und Maschendraht, Schächte und jagdlustige Hunde können Igel ebenfalls verletzen oder töten. Ein naturnah gestalteter und bewirtschafteter Garten ist die beste Lebensgrundlage für einen Igel. Gärten kann man mit wenig Mühe igelfreundlich gestalten. Ein kleiner Durchgang zu den Nachbargärten, Verzicht auf Chemie, Errichtung von Reisig- und Komposthaufen sowie eine Wasserstelle sind einfache Hilfen, damit Igel sich wohlfühlen. Da sie zu den echten Winterschläfern gehören, sollte man auch an natürliche Unterschlupfmöglichkeiten denken. Im Internet unter www.pro-igel.de kann man sich rund um das Wildtier des Jahres 2009 über Igelschutz und Igelhilfe informieren.
Zum nächsten Treffen der Fachberater am 20. April hat die Gartenfreundin Rübesamen einen Bienenfachmann eingeladen. Am 11. Mai wird der Baumfachmann des Landesverbandes, Bernd Vogel, über Baumveredelungen referieren. Zu allen Terminen sind nicht nur Mitglieder eines Gartenvereins, sondern jedermann herzlich in das Verbandshaus in der Triftstraße 20 (unterhalb der Jugendherberge) eingeladen.

Walter Wallott
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