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Teil 3
Was heißt hier „stadtbildprägend“?
(sbr) Rote Ziegelbauten vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts prägten ursprünglich auch das Bild der Maschstraße. Bis 1911 hieß sie „Gartenstraße“ - nach der Eingemeindung Moritzbergs wurde sie umbenannt, weil es in Hildesheim schon eine Gartenstraße gab.
Maschstraße Nr. 1 ist ein besonders schönes Haus, seit über 100 Jahren in Familienbesitz. Ein auswärtiger Leser des „Moritz“, Friedrich Höppner, schrieb den untenstehenden Bericht darüber und schickte das Foto seines Geburtshauses. Auch Haus Nr. 8, mit einzelnen glasierten Klinkern geschmückt, zeigt die Schönheit der Bauten der Industrialisierung. Im Ensemble der Ziegelbauten im vorderen Teil der Maschstraße überrascht die Nr. 10: ein Fachwerkhaus, seitlich im regional typischen Stil mit Dachziegeln verkleidet - möglicherweise etwas älter als die Hausnachbarn.

Noch 1936/37 nennt das Hildesheimer Adressbuch für die Maschstraße nur die Hausnummern 1 bis 10 auf der westlichen und die Nummern 69 bis 85 auf der östlichen straßenseite. Dahinter folgten Moritzberger Gärten. Um 1922 wurden aber schon die letzten Häuser kurz vor der Wendeschleife gebaut, die heutigen Hausnummern 56 bis 59. Diese beiden Doppelhäuser wurden damals „die Gummihäuser“ genannt, denn dort bot Gummi-Wetzell Wohnungen für Werksmitarbeiter an. Ganz unterschiedlich sind die Eigentümer der früheren „Gummihäuser“ mit den ursprünglich identischen Doppelhaushälften umgegangen. Typisch für die Häuser dieser Zeit ist der Natursteinsockel - Haus Nr. 59 ist besonders stilgetreu erhalten.
Die Anschrift dieser Werkswohnungen war damals Pippelsburg 9, 11, 13 und 15 - nicht Maschstraße. Der heutige Verlauf der Straße „Pippelsburg“ entstand erst nach dem zweiten Weltkrieg, die „Gummihäuser“ wurden nachträglich der Maschstraße zugeordnet.
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