Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 217 · Juli 2011
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Stadtumbau-Projekte

Spielplatz bald eröffnet - Pappelallee bleibt zu

(sbr) Über 50 Stadtumbau-Projekte sind in Arbeit, mit den ganz großen geht es unterschiedlich schnell voran. Die Pappelallee ist als Zufahrt über das Phoenixgelände zur Elzer Straße zwar längst fertig gestellt, sie wird – konträr zu einer Zeitungsmeldung Ende Mai – aber noch nicht für die Durchfahrt eröffnet. Der Spielplatz Maschstraße hingegen wird noch vor den Sommerferien offiziell eingeweiht.

Auf dem umgebauten Spielplatz Maschstraße steht ein großes blaues Kletterspielgerät im Mittelpunkt

Die Pappelallee wird nach dem Schützenfest wieder gesperrt, weil ihre Einmündung in die Schützenwiese noch umgebaut werden muss. Dieser „Knotenpunkt Schützenwiese“ mit Ampelanlage ist notwendig, damit der zukünftige Verkehr reibungslos fließt. Ohne den Umbau wäre zum Beispiel für Fahrzeuge aus der Pappelallee heraus nur das Rechtsabbiegen in die Schützenwiese möglich, aber nicht die Überquerung der Schützenwiese zur B 1-Auffahrt in Richtung Stadt.

„Wunderschön ist der Spielplatz Maschstraße geworden“, sagen die kleinen und großen Besucher aus der Nachbarschaft, die ihn nach der Umbauphase testen. Seit dem Frühjahr ist er schon wieder bespielbar, aber noch nicht ganz fertig. An der Grenze zur Maschstraße sind noch zwei Mäuerchen verhüllt: Dort hat Bildhauerin Susanne Siegl seit Mitte April in einer „Mitmachbaustelle“ mit größeren Kindern Skulpturen mit einem Keramikmosaik geschaffen. „Swinging Walls“ – „Mauern in Bewegung“ nennt sie das Werk, das dem Spielplatz seine einzigartige Note gibt und von den Kindern geliebt wird, weil sie an seiner Entstehung beteiligt waren. Der Fugenmörtel muss noch aushärten; am 27. Juni ist die Bauabnahme der beiden Kunstwerke: Sie müssen nicht nur Wind und Wetter, sondern vor allem die Turnerei der Kinder aushalten, denn man kann hinaufklettern und darauf reiten.

Fotos (2): Sabine Brand
Bildhauerin Susanne Siegl fügt die letzten Mosaiksteinchen für die „Swinging Walls“ ein
Fotos (2): Sabine Brand

“Für mich ist dies ein Heimspiel“, sagt die Künstlerin Susanne Siegl. Sie wohnt in Algermissen, hat aber europaweit in verschiedenen Kunstprojekten gearbeitet. „Das Mitmachen ist nur ein Aspekt dieser Baustelle – auch das Zugucken ist interessant. Die Erwachsenen beobachten gern, wie so etwas gebaut wird.“

Der gesamte Spielplatz ist nach den Wünschen der Kinder aus der Nachbarschaft und der Kita Moritzberg umgebaut worden. Zur Vorbereitung wurde ein Workshop mit Modellbauwerkstatt veranstaltet (Moritz vom Berge berichtete im August 2010). Beliebte Bestandteile des alten Platzes wie die Tischtennisplatten und der Sandkasten sind erhalten. Große Bäume beschirmen den Platz nach wie vor, robuste Gehölze können ins Spielen einbezogen werden. Spannend ist die Landschaft, die hier entstanden ist. Planer Klaus Hoffmann aus Hannover hat die Höhenunterschiede auf dem Gelände genutzt, um interessante Bewegungs- und Spielmöglichkeiten zu schaffen.

Am 8. Juli um 15 Uhr soll der Spielplatz mit einem kleinen Stadtteilfest vom Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim eröffnet werden.

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