Und der Landesrechnungshof zieht weiter …
Aber nicht so sehr weit – er bleibt in Hildesheim! Der Landesrechnungshof ist eine oberste Landesbehörde. Er prüft die sich finanziell auswirkende Betätigung der Ministerien und der ihnen nachgeordneten Behörden und Institutionen unseres Landes Niedersachsen.
Im Jahre 1947 nahm er als Zweigstelle des Zonen-Rechnungshofes seine Tätigkeit in einer Wohnung in der Nordstadt auf. 1950 zog der Landesrechnungshof zunächst in die Sparkasse im Hohen Weg, um dann 1964 in das neu erbaute Gebäude in der Laubaner Straße unterhalb des Moritzbergs einzuziehen. Der damalige Präsident soll für den Bau des neuen Domizils nicht benötigte Gelder wieder zurück gegeben haben – sehr ehrenhaft für den Landesrechnungshof. Leider zeigte sich das an einigen Stellen des Gebäudes. Uns allen sichtbar war es bei Regen, wenn der graue Plattenbelag sich dunkel färbte.
1988 gab es eine vorgesetzte Klinkerfassade, die auch optisch das klotzig wirkende Bauwerk auflockerte. Für die Beamten und Angestellten war die sich fast über ein Jahr hinziehende Bauzeit mit dem ständigen Lärm kaum zu ertragen. Geblieben ist die für jedes öffentliche Gebäude verpflichtende „Kunst am Bau“. Hier beim Landesrechnungshof sind es fünf stilisierte, aufflatternde Adler. Ein Beamter hatte von seinem Urlaubort seine Kollegen gegrüßt und die Anschrift „Haus der schrägen Vögel“ verwandt. Und? ... Die Karte kam an und wurde schmunzelnd herumgereicht.

Mit der Auflösung der Bezirksregierungen als Mittelverwaltung hatte der Landesrechnungshof die Vorprüfungsstellen übernommen und war nun zahlenmäßig doppelt so groß. Die Versuche, an vielen Stellen des Landes gemeinsam einheitliche Prüfungen erfolgreich durchzuführen, waren sehr zeit- und arbeitsaufwendig. Dann kamen auch noch Prüfungen im überörtlichen Kommunalbereich mit der Übernahme von weiterem Personal hinzu. Mit dem Um- und Ausbau der früheren seit einiger Zeit leer stehenden Fachhochschule für Verwaltung in der Nordstadt (Peiner Straße) ergab sich die Möglichkeit, das Personal wieder am Standort Hildesheim zusammenzuziehen. Außerdem liegt der Bahnhof dort näher. Jetzt im Mai findet der Umzug statt und der Landesrechnungshof ist wieder in der Nordstadt – dreimal umgezogen, aber Hildesheim treu geblieben.
Wir Moritzberger wünschen dem Landesrechnungshof weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit. Etwas bleibt uns aber noch, das jährliche im Herbst stattfindende Treffen der Pensionäre im Berghölzchen.
Gang durch das Steinbergviertel
Aber in Hildesheim geblieben