Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 242 · Oktober 2013
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Moritzberg Verlag
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Bäckerei Krone

Puppentheater gegen Missbrauch

(sbr) „Grüni und Grumilla“, das neue Puppenspiel des Mathomtheaters aus Melle, wurde speziell für Kinder ab drei Jahren ausgedacht und ausgestattet. Ende August war der Probelauf in der Kita Moritzberg in der Zierenbergstraße. Nicht nur die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern schauten begeistert zu. Auch Ortsbürgermeister Erhard Paasch und die Initiatorinnen der Aufführung, Gesine Haas und Brigitta Roy-Feiler, verfolgten aufmerksam, was sich auf der Tischbühne in einem angedeuteten Blumengarten abspielte.
TheaterGesine Haas und Brigitta Roy-Feiler engagieren sich gegen sexualisierte Gewalt an Kindern
Fotos (2): sbr
Paasch hatte mit einer 1.300-Euro-Spende des Fördervereins des Hildesheimer Präventionsrats die Premiere des Puppenspiels ermöglicht. Frau Haas und Frau Roy-Feiler setzen sich seit Jahrzehnten für pädagogische Angebote ein, die helfen, dem Missbrauch von Kindern vorzubeugen. Nach „Finger weg von Julia“, einem Theaterstück, das seit 15 Jahren vor allem in Schulen aufgeführt wird, lag nun die Erprobung eines Stücks für Kindergartenkinder an.

Regina und Klaus Gwiasda vom Mathomtheater haben das heikle Thema sorgfältig in eine leicht verständliche Handlung eingebettet. Grüni, ein Frosch, hat Probleme mit Grumilla, einer netten Kräuterhexe, in deren Garten er lebt. Sie möchte ihn unbedingt küssen – sie meint, dann würde er sich zum Prinzen mausern.
TheaterDas Mathomtheater spielt „Grüni und Grumilla“, um Kindern Mut zu machen, sich zu wehren
Grüni widersetzt sich erfolgreich den Schmeicheleien und Geschenken von Grumilla. Er weiht seine Freunde Bienchen, Renate und Hubert ein und gemeinsam machen sie mit Selbstvertrauen und Stärke der Hexe klar, dass sie ihre lästigen Annäherungsversuche lassen muss.

Ende gut, alles gut – jedenfalls im Puppenspiel. Die Reaktionen der kleinen Zuschauer zeigen, wie wichtig es ist, Mut zu machen zum Neinsagen: Man muss ganz und gar nicht immer lieb sein und alles mit sich machen lassen.
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