Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 249 · Juni 2014
Pflockflötchenmarkt am Pfingstmontag
Wenn't Pingsten is ...
(sbr) „... wenn't Pingsten is, denn slacht de Vader 'nen Bock, denn danzt die Mudder, denn danzt die Mudder, denn flüggt de roe Rock.“ In ganz Niedersachsen war dieser Vers früher, als das Pfingstfest noch eine besondere Bedeutung hatte, bekannt. Auf dem Moritzberg lässt der Begriff „Pfingsten“ sofort an den Pflockflötchenmarkt denken.
Am Pfingstmontag, dem 9. Juni, findet auch dieses Jahr ab 11 Uhr der traditionelle jährliche Markt in der unteren Bergstraße statt. Nachrichten über diesen Markt gibt es schon vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Den Namen hat der Markt von den Pflockflötchen oder Flötchepiepen, die zu dieser Jahreszeit, wenn die frischen Haselnuss- oder Weidentriebe noch saftig sind, geschnitzt werden können.
Sie piepen und fiepen einen Tag lang, bis sie vertrocknen. Auch in diesem Jahr wird ihre Herstellung an einem Stand der Werbegemeinschaft gezeigt. Es gibt traditionelle Bastlösereime, die dabei helfen sollen, den Bast der Weidentriebe von der Rinde zu lösen, ohne dass sie platzt – dann wären Flötentöne nicht möglich. Hildegard Rother aus der Triftstraße, 94 Jahre alt, erinnerte sich vor einiger Zeit spontan an den Vers, den sie als Kind in ihrer Heimatstadt Neisse gelernt hatte:
Hildegard Rother erinnert sich am Vertriebenendenkmal im Berghölzchen an die Flötchenverse ihrer Kindheit in Schlesien
Pfeifchen, Flötchen gib mir Saft,
wenn der Bauer Hafer rafft,
rafft er nicht alleine,
die Katze hat vier Beine,
der Hund, der hat 'nen langen Schwanz,
Pfeifchen, Flötchen bleib mir ganz.
Natürlich gibt es auf dem Pflockflötchenmarkt in der Bergstraße nicht nur Flötchen, sondern eine Menge Verkaufsbuden mit kleinen Artikeln für Kinder, mit Kunsthandwerk und Kinderspielen. Stände für Essen und Getränke sind selbstverständlich auch zu finden. Nach oben die Bergstraße hinauf schließt sich seit Jahren ein Kinderflohmarkt (ohne Voranmeldung) an. Veranstaltet wird der Pflockflötchenmarkt gemeinsam von der Werbegemeinschaft Moritzberg, der Ortsfeuerwehr und engagierten Anwohnern. Noch Anfang der 1970er Jahren wurden die Häuser für dies Frühlingsfest mit frischen Birkenzweigen geschmückt – die waren dann abends am Vertrocknen wie die kleinen Pflockflötchen.
Am Pfingstmontag, dem 9. Juni, findet auch dieses Jahr ab 11 Uhr der traditionelle jährliche Markt in der unteren Bergstraße statt. Nachrichten über diesen Markt gibt es schon vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Den Namen hat der Markt von den Pflockflötchen oder Flötchepiepen, die zu dieser Jahreszeit, wenn die frischen Haselnuss- oder Weidentriebe noch saftig sind, geschnitzt werden können.
Sie piepen und fiepen einen Tag lang, bis sie vertrocknen. Auch in diesem Jahr wird ihre Herstellung an einem Stand der Werbegemeinschaft gezeigt. Es gibt traditionelle Bastlösereime, die dabei helfen sollen, den Bast der Weidentriebe von der Rinde zu lösen, ohne dass sie platzt – dann wären Flötentöne nicht möglich. Hildegard Rother aus der Triftstraße, 94 Jahre alt, erinnerte sich vor einiger Zeit spontan an den Vers, den sie als Kind in ihrer Heimatstadt Neisse gelernt hatte:

Foto: Hans-Georg Rother
Pfeifchen, Flötchen gib mir Saft,
wenn der Bauer Hafer rafft,
rafft er nicht alleine,
die Katze hat vier Beine,
der Hund, der hat 'nen langen Schwanz,
Pfeifchen, Flötchen bleib mir ganz.
Natürlich gibt es auf dem Pflockflötchenmarkt in der Bergstraße nicht nur Flötchen, sondern eine Menge Verkaufsbuden mit kleinen Artikeln für Kinder, mit Kunsthandwerk und Kinderspielen. Stände für Essen und Getränke sind selbstverständlich auch zu finden. Nach oben die Bergstraße hinauf schließt sich seit Jahren ein Kinderflohmarkt (ohne Voranmeldung) an. Veranstaltet wird der Pflockflötchenmarkt gemeinsam von der Werbegemeinschaft Moritzberg, der Ortsfeuerwehr und engagierten Anwohnern. Noch Anfang der 1970er Jahren wurden die Häuser für dies Frühlingsfest mit frischen Birkenzweigen geschmückt – die waren dann abends am Vertrocknen wie die kleinen Pflockflötchen.