Stadtteilzeitung Hildesheim West
Nr. 247 · April 2014
Der Ortsbürgermeister informiert


Foto: sbr
• Einen Hiebstopp für den Steinberg und das Bergholz bei der Waldnutzung kann es nicht geben, da es vertragliche Bindungen bis zum Jahre 2017 gibt. Was jedoch in Richtung „sanfte Waldpflege“ augenblicklich machbar ist, haben wir vom Ortsrat mit dem Forstamt Liebenburg durch Gespräche und Absprachen erreicht und ich habe es in meiner Kolumne in der Novemberausgabe dieser Zeitung dargelegt. Der Ball liegt jetzt beim Stadtrat und dem Stadtentwicklungsausschuss, adäquate Leitlinien für die Waldpflege nach 2017 festzulegen.
• Die Verkehrssituation Königstraße und Dingworthstraße kann erst bewertet werden, nachdem Fakten vorliegen, die u.a. ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät erbringen soll. Leider ist das vorhandene Gerät defekt und für eine Neuanschaffung (ca. 3.500 Euro) fehlt noch die Genehmigung des Haushaltes.
• Die vom Stadtrat gewünschten Einspareffekte durch Abschalten von Straßenlaternen in unserem bevölkerungsreichen Ortsteil können aus der Sicht des Ortsrates nicht erreicht werden. Auch einzelne Laternen lassen sich aus technischen Gründen nicht abschalten. Aus meiner persönlichen Sicht ist ein solches Begehren auch ein falsches Signal, da gerade bei Dunkelheit das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung (u.a. bei Frauen stärker als bei Männern) stark beeinträchtigt wird. Das ist wissenschaftlich auch eindeutig belegt und kein spezifisches Hildesheimer Phänomen. Falls Sie jedoch eine Idee oder andere Meinung dazu haben, lassen Sie es mich wissen, schreiben mir oder kommen Sie in meine Sprechstunde.
• Wie auf bisher jeder Ortsratssitzung beschäftigten wir uns mit den Dauerthemen „Baumfällungen und Grünschnitt“. Auch zwischen den Ortsratssitzungen bleiben es die bestimmenden Themen. Ich kann dazu nur anmerken, dass die von uns geforderte Transparenz bei den beteiligten Stellen jetzt funktioniert. Bei der Bewertung von Notwendigkeit und Ausmaß einzelner Maßnahmen sind wir vom Ortsrat als Fachunkundige für diese Bereiche jedoch weitgehend überfordert. Selbst die von uns in Einzelfällen zur Beratung hinzugezogenen externen beruflichen Fachleute sehen die Dinge oft auch nicht einmütig. Noch extremer ist es bei einigen sogenannten „Laienfachleuten“, die leider manchmal auch verbal überreagieren.
Bei aller unterschiedlichen Bewertung und verständlicher Emotionalität sollten wir bei allen strittigen Themen wie Grünpflege und Baumfällungen und auch anderen Themen zumindest „emotional den Bach flach halten“ und grundsätzlich dem Verwaltungshandeln und den handelnden Fachleuten vertrauen. Wir vom Ortsrat werden auch bei einem Vertrauensvorschuss mit Sicherheit weiterhin genau hinsehen, uns im Einzelfall Maßnahmen erläutern lassen, nachfragen und die Prozesse konstruktiv kritisch und nachhaltig begleiten. Das ist unser Verständnis von Ortsratsarbeit zu diesem Aspekt.
Nach meiner Feststellung sehen das die meisten BürgerInnen ähnlich, tragen diese Grundhaltung mit und handeln danach. Nur wenige sehen sowieso alles anders, sind erstaunlicherweise auf jedem Gebiet sachkompetent und wissen eigentlich alles besser. Ich glaube nicht, dass ich diese Personengruppe im meinem Leben noch erreichen und überzeugen will!
Positiv bewerte ich beispielsweise aktuell den Rückschnitt der Platanen auf der Himmelsthürer Straße, der maßvoll und richtig ausgeführt wurde. Das haben mir auch externe Fachleute aus diesem Bereich mehrfach und unabhängig voneinander bestätigt. Mit einem solchen Ergebnis kann ich mich dann zufrieden geben. Auch die Vogel-Nistkastenaktion „rund um den Königsteich“, wo jetzt zehn Nistkästen aufgehängt wurden, ist eine positive Aktion der Stadt.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, Sie können sicher sein, dass wir in unserem ehrenamtlichen Engagement für den Ortsteil das Beste erreichen wollen, wenn auch die Aufgabenvielfalt wächst und wir zudem ohne nennenswerte Sachmittel auskommen müssen. Es geht aber auch nur – wie bisher – mit Ihrem erfreulichen Engagement, einer sachgerechten Beteiligung und tollen Unterstützung. Damit geben Sie uns die nötige Motivation und Kraft, es anzupacken. Für mich bleibt weiterhin die Einstellung, das Glas ist halbvoll und nicht halbleer!
Meine Erreichbarkeiten: Tel. 0151 / 10 98 31 22 und
E-Mail: erhard-paasch@t-online.de
Ihr Erhard Paasch